Pyramiden-Glockenblume
Campanula pyramidalis

Campanulaceae, Glockenblumengewächse
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Beschreibung:
Die Pyramiden-Glockenblume ist zwar in Norditalien und auf dem Balkan ein typischer Vertreter der Mittelmeer-Vegetation, überwintert aber an einigermaßen geschützten Stellen auch bei uns ganz gut. Sie gehört mit einer maximalen Endhöhe von 2,5 m zu den Riesen unter den Glockenblumen, kann aber auch nur 30 cm hoch werden. Die Exemplare im eigenen Garten überstanden schon einige Winter im Bayerischen Wald mit etwas Schutz aus Fichtenreisig ohne Probleme und bildeten jedes Jahr etwa 1 bis fast 2 m hohe Blütenrispen. Die glockenförmigen, hell blauvioletten Einzelblüten öffnen sich nach und nach ab Juli, manche erst vor den ersten Frösten. Die breit eiförmigen Grundblätter unterscheiden sich deutlich von den eiförmig-lanzettlichen Stengelblättern. In wärmeren Gegenden wäre diese Art sicherlich eine auffällige Leitstaude für Staudenrabatten.
Wuchs:    Rosettenbildende Staude mit kriechendem Wurzelstock. Aus einigen Rosetten entwickeln sich lange, schlanke, nur unten verzweigte Blütenrispen, diese bis 2,5 m hoch!
Blätter:    Grundständige Blätter immergrün, breit eiförmig bis fast herzförmig, Stengelblätter kürzer gestielt, lanzettlich-eiförmig.
Blüten:   Hell blauviolette Glockenblüten in hohen, schlanken Rispen, blühen von Juli bis zum ersten Frost.
Standort: Sonnig, warm, geschützt. Nässeempfindlich!
Boden:   Anspruchslos. Trocken bis frisch, wächst auf kalkhaltigen und leicht sauren Untergründen, bevorzugt nahrhafte, sandige oder lehmige Böden.
Verwendung:    Einzeln als Leitstaude, am besten an geschützten Stellen wie warmen Südwänden.
Eigenschaften:    Mit Winterschutz frosthart, standfest, verträgt Hitze und Trockenheit, aber keine winterliche Nässe, dann verfaulen die abgeblühten Stengelreste.
Unser Tipp:    Die abgeblühten Stengel werden am besten im Frühling zurückgeschnitten. In die hohlen Stengelreste dringt leicht Nässe ein!


Bild: Campanula pyramidalis mit Weinstock und Euphorbia characias an Südwand



Bild: Blütenrispe im Detail



© Foto: Zeitlhöfler